Ile de France

Abkürzung: IDF Rassenschlüssel: 12 VDL-Beschluss: 2003
Herkunft: Frankreich Rassegruppe: Fleischschaf Rote Liste: -

Rassetypische Merkmale

Großes französisches Fleischschaf, das aus den Merinoschafen durch Einkreuzung der englischen Leicester heraus gezüchtet wurde. Kopf und Extremitäten sind weiß. Ein Stirnschopf und mittelgroße Ohren charakterisieren den bei beiden Geschlechtern hornlosen Kopf. Der bei Böcken breitere Kopf ist oft durch einen typisch gefalteten Nasenrücken gekennzeichnet. Ramsnasen treten nicht auf.

Der Hals ist stark und kurz. Er geht in eine relativ schmale Brust über. Bei beiden Geschlechtern kann hinter der Schulter eine leichte Schnürung auftreten. Rumpf und Rücken sind breit und tief. Sehr gute Ausprägung der Keulen-Bemuskelung.

Die Wolle ist strahlend weiß und die Bewollung reicht an den kräftigen Extremitäten bis auf das Vorderfußwurzelgelenk und an der Hinterhand bis über das Sprunggelenk. Die Feinheit der Wolle mit einer Länge zwischen 6 und 10 cm Jahresabwuchs beträgt 24 - 28 m.

Die Mutterschafe sind asaisonal brünstig. Lämmer können bereits mit 10 Monaten zugelassen werden. Die Schafe werden vorwiegend in Koppelhaltung auf futterreichen Standorten gehalten. Ausschließliche Freilandhaltung ist aufgrund der Wollfeinheit nicht möglich. Die intensive Stallmast ist bei dieser Rasse besonders empfehlenswert.

 

Zuchtziel

Züchtung eines weißen, mittel- bis großrahmigen und frohwüchsigen Fleischschafes mit besonders gut ausgeprägter Bemuskelung der Keulenpartie.

 

Leistungsdaten

Körpergewicht (kg) Vliesgewicht (kg) Ablammergebnis (%) Widerristhöhe (cm) Rumpflänge (cm)
Altböcke 125 - 150 4,0 - 6,0 80 - 85 90 - 100
Jährlingsböcke 90 - 110
Lammböcke (6 Monate) 50 - 60
Mutterschafe 75 - 90 4,0 - 6,0 150 - 200 70 - 75 75 - 85
Zuchtlämmer (6 Monate) 45 - 60

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 400 - 430 g, die Schlachtausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von 42 kg ca. 50 - 52 %.

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