DIE TSK M-V INFORMIERT

Sehr geehrte Halter von Schafen und Ziegen,

wie in jedem Jahr, so möchten wir Sie auch in diesem Jahr über die Beschlüsse des Verwaltungsrates der Tierseuchenkasse zu den Beitragssätzen und den Beihilferegelungen für das Jahr 2018, die auf der Herbstsitzung gefasst wurden, informieren:

Wir haben 2017 mehrfach mit den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle des Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes sowie Herrn Dr. Hüttner vom LALLF zusammengesessen und über die freiwilligen Sanierungsprogramme, welche auch durch die Tierseuchenkasse unterstützt werden, gesprochen. Im Ergebnis dieser Beratungen werden die freiwilligen Programme zur Sanierung der Maedi/Visna und der CAE der Schafe und Ziegen aktuellen Erfordernissen angepasst und die Beihilferegelungen der Tierseuchenkasse überarbeitet. Sie finden alle beihilfefähigen Maßnahmen im Abschnitt IV, Anlage 14 bis 16 der Beihilfesatzung 2018-2020.

Zu den beschlossenen beihilfefähigen Maßnahmen für 2018 zählen erneut:

  • Untersuchungen zur Abklärung von Aborten und Sektionen zur Früherkennung oder Ausschluss von Tierseuchen und Tierkrankheiten in Abstimmung und auf Anweisung der(s) bestandsbetreuenden Tierärztin/Tierarztes. Die Durchführung von Sektionen sind gleichzeitig auch mit der TSK abzustimmen – Anlage 1 der Beihilfesatzung
  • die amtlich angewiesenen Untersuchungen auf Brucellose (Probenahme und Laborkosten) – Anlage 14 der Beihilfesatzung
  • Genotypisierung männlicher und weiblicher Zuchtschafe in Herdbuchbeständen mit bis zu 10,00€ je Tier – Anlage 15 der Beihilfesatzung
  • der Antrag auf Beihilfe für die TSE-Genotypisierung ist durch den LSZV zu bestätigen und innerhalb von 90 Tagen nach Durchführung der Maßnahme durch den Tierhalter bei der Tierseuchenkasse zu stellen. Einen aktuellen Vordruck finden Sie auf der Internetseite der Tierseuchenkasse
  • der aktuellen Rechtslage folgend wird der Ankauf von Zuchtböcken der Risikogruppe 1 im Rahmen der TSE-Resistenzzucht ab dem Jahr 2018 über die De-minimis-Beihilfe mit 25 % des Nettoeinkaufspreises, jedoch höchstens bis 150,00 € und unter der Voraussetzung einer mindestens zweijährigen Nutzung, bezuschusst
  • Probenahme für eine Einstiegsuntersuchung und die Probenahme und Untersuchung auf Maedi/Visna bei Schafen und Caprine Arthritis und Enzephalitis (CAE) bei Ziegen für die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen nach Statuserhalt im Rahmen der Richtlinien zur freiwilligen Sanierung von Schaf- bzw. Ziegenbeständen des LSZV nach den in der Satzung ausgewiesenen Probenschlüsseln und Beitragssätzen – Anlage 16 der Beihilfesatzung
  • Auch über die freiwillige Sanierung der Pseudotuberkulose in Ziegenbeständen wurde 2017 gesprochen. Hierzu wurde ein Sanierungsplan erarbeitet. Welche Maßnahmen die Tierseuchenkasse im Rahmen einer De-minimis-Beihilfe unterstützen wird, ist im Zusammenhang mit dem Sanierungsplan noch zu klären.

Für das Jahr 2018 besteht neben der Meldepflicht über gehaltene Schafe und Ziegen auch eine Beitragspflicht. Es werden für die Ziegen und für Schafe älter 9 Monate ein Beitrag von 0,10 € pro Tier, mindestens jedoch 5,00 € fällig.

Den Beihilfeantrag gemäß Beihilfesatzung für 2018 finden sie auf der Rückseite des Tierzahlmeldebogens. Beide Formulare sollten vollständig ausgefüllt und unterschrieben bis zum 20.01.2018 an unsere Erfassungsstelle in Cottbus zurückgesendet werden.

Die Anträge können auch per Internet unter www.tskmv.de gestellt werden. Sie benötigen hierzu Ihre TSK-Nummer und Ihr Kennwort.

Die fristgerechte und ordnungsgemäße Meldung der Tiere, die am 03.01.2018 im Bestand gehalten werden sowie die Antragstellung zur Beihilfe vor Eintritt des den Anspruch begründenden Ereignisses, sind neben den Erfordernissen gemäß § 1 bis 3 der Beihilfesatzung, Voraussetzung für die Gewährung von Beihilfen für das Jahr 2018.

Ihre Tierseuchenkasse

2018-07-27T11:23:25+00:00