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Fleischschafrassen2018-06-12T12:56:00+00:00

Dorper

Rassetypische Merkmale

Bei dem aus Südafrika stammenden Dorperschaf handelt sich um ein mittelgroßes Fleischschaf mit kräftigem Rumpf und guter Bemuskelung. Die Tiere sind weiß mit schwarzem Kopf und Hals; das kurze, leichte, mischwollige Vlies wird im Frühjahr abgeworfen, wenn auch nicht immer vollständig. Kopf, Bauch und Gliedmaßen sind unbewollt. In der Regel sind die Schafe hornlos; bei den Böcken sind lose Hornstummel, auch feste Hörner, zulässig. Der Brunstzyklus ist asaisonal.

Zuchtziel

Das Ziel der Zucht und Haltung von Dorperschafen besteht in der wirtschaftlichen Erzeugung von Fleisch, selbst unter ungünstigen Bedingungen. Daher stehen bei der Zuchtwahl die Leistungseigenschaften im Vordergrund; formale Gesichtspunkte spielen eine untergeordnete Rolle.

Angestrebt wird ein mittelrahmiges Schaf mit langem, breitem und tiefem Rumpf, tiefer breiter Brust, fester Lendenpartie und ausgeprägter Bemuskelung. Das Fleisch zeichnet sich als besonders hochwertig und schmackhaft aus. Der lange Rücken darf eine leichte Absenkung hinter der Schulter aufweisen. Der Kopf  soll ausdrucksvoll sein, mit fehlerfreiem Gebiss.

Leistungsdaten

Das Vlies soll zu Beginn des Sommers abgeworfen werden; allerdings bleibt es dem Einzelnen überlassen ein mehr im Woll- oder mehr im Haarschaftyp stehendes Schaf zu züchten. Lämmer sollen in der Lage sein unter Weidemastbedingungen das geeignete Schlachtgewicht von 38-42 kg innerhalb von 4-5 Monaten zu erreichen.Ein robustes Fundament mit korrekter Beinstellung, fester Fesselung und kräftigen Klauen, gutes Euter und normal ausgebildete Geschlechtsorgane sind von maßgeblicher funktionaler Bedeutung. Die Farbe der Tiere soll weiß sein, mit schwarzem Kopf und Hals; schwarze Flecken oder weiße Abzeichen werden geduldet. An den unbehaarten Körperpartien soll die Haut nach Möglichkeit pigmentiert sein; Hautpigmentflecken an anderen Körperpartien sind nicht zu beanstanden.

Durch leichte Geburten, ausgeprägter Vitalität der Lämmer, gute Milchleistung und ausgeprägter Muttereigenschaften sollen hohe Aufzuchtergebnisse erzielt werden.

Ile de France

Rassetypische Merkmale

Großes französisches Fleischschaf, das aus den Merinoschafen durch Einkreuzung der englischen Leicester heraus gezüchtet wurde. Kopf und Extremitäten sind weiß. Ein Stirnschopf und mittelgroße Ohren charakterisieren den bei beiden Geschlechtern hornlosen Kopf. Der bei Böcken breitere Kopf ist oft durch einen typisch gefalteten Nasenrücken gekennzeichnet. Ramsnasen treten nicht auf.

Der Hals ist stark und kurz. Er geht in eine relativ schmale Brust über. Bei beiden Geschlechtern kann hinter der Schulter eine leichte Schnürung auftreten. Rumpf und Rücken sind breit und tief. Sehr gute Ausprägung der Keulen-Bemuskelung.

Die Wolle ist strahlend weiß und die Bewollung reicht an den kräftigen Extremitäten bis auf das Vorderfußwurzelgelenk und an der Hinterhand bis über das Sprunggelenk. Die Feinheit der Wolle mit einer Länge zwischen 6 und 10 cm Jahresabwuchs beträgt 24 – 28 m.

Die Mutterschafe sind asaisonal brünstig. Lämmer können bereits mit 10 Monaten zugelassen werden. Die Schafe werden vorwiegend in Koppelhaltung auf futterreichen Standorten gehalten. Ausschließliche Freilandhaltung ist aufgrund der Wollfeinheit nicht möglich. Die intensive Stallmast ist bei dieser Rasse besonders empfehlenswert.

Zuchtziel

Züchtung eines weißen, mittel- bis großrahmigen und frohwüchsigen Fleischschafes mit besonders gut ausgeprägter Bemuskelung der Keulenpartie.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 400 – 430 g, die Schlachtausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von 42 kg ca. 50 – 52 %.

Kerry Hill

Rassetypische Merkmale

Das Kerry Hill Schaf ist ein kräftiges Schaf, passt sich sehr gut verschiedenen Futter- und Wetterkonditionen sowie dem Gelände an. Es ist sehr vital, lebhaft und gegenüber Krankheiten sehr widerstandsfähig. Das Schaf ist ziemlich stämmig, mit einem rechteckigen Körperbau. Die Ohren sind von durchschnittlicher Länge und werden ziemlich hoch und senkrecht getragen. Es hat eine schwarze Nase und schwarze und weiße Abzeichen an Kopf und Beinen.  Sowohl Böcke als auch die Muttertiere sind hornlos. Der Schwanz ist lang. Die weiße Wolle hat eine Feinheit von 30 bis 34 µ. Die Stapelhöhe der Wolle ist 6 – 10 cm.  Nicht bewollte Teile des Tieres sind Kopf, Ohren und Beine. Die Haut muss rosa/rot sein, ohne schwarze oder blaue Flecken. Der Körper der Kerry Hills ist lang und tief gewölbt und verfettet nicht sehr schnell. Darum wird diese Rasse vielfältig für Kreuzungen, z. B. mit „Down“-Rassen, verwendet, um bei diesen die Verfettung zu reduzieren.

Zuchtziel

Gezüchtet wird ein mittelrahmiges Schaf mit langem Rumpf, breitem Rücken und breitem Becken. Das trockene Fundament  wird auf harten Klauen getragen. Erwünscht ist die auffällige rassetypische Pigmentierung an Kopf und Beinen, die nicht in die Wolle reichen darf. Erstzulassung im Alter von 7 bis 8 Monaten möglich. Weitere Zuchtzielkriterien sind hohe Fruchtbarkeit, Leichtlammigkeit und Frohwüchsigkeit der Lämmer.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 200 – 250 g.

Schwarzköpfiges Fleischschaf

Rassetypische Merkmale

Mittel- bis großrahmiges Fleischschaf. Die Beine sind vom Knie- bzw. Sprunggelenk abwärts dunkelbraun bis schwarz und weitgehend unbewollt. Der mittelbreite Kopf ist hornlos und ebenfalls schwarz, die Stirn ist mehr oder weniger bewollt. Kräftige, seitwärts abstehende Ohren. Weiße Crossbred-Wolle (33 -35 m). Saisonaler Brunstzyklus mit langer Brunstsaison, Erstzulassung im Alter von 10 Monaten möglich. Gute Eignung sowohl für die Hüte- als auch für die Koppelhaltung auf Grünlandstandorten mittlerer bis hoher Ertragsfähigkeit.

Zuchtziel

Frohwüchsiges Fleischschaf mit mittelbreitem, schwarzem, nicht zu stark bewolltem Kopf. Ausgeprägte Fleischpartien, d.h. tiefe, breite, vorgeschobene Brust, tiefer und breiter Rumpf mit langem Rücken, der breit und gut bemuskelt ist. Ein breites, langes Becken mit vollen Außen- und Innenkeulen, die tief herunterreichen. Starkknochige, schwarze, möglichst unbewollte Beine. Abgesehen von einigen zulässigen schwarzen oder braunen Wollhaaren am Kragen und am Keulenrand wird ein einheitlich weißes, dichtes Wollvlies mit einer mittleren Feinheit von 33 – 35 m angestrebt.  Widerstandsfähigkeit, Weide-, Marsch- und Pferch-Fähigkeit.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 400 – 500 g, die Schlachtausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von 42 kg 48 bis 50 %.

Shropshire

Rassetypische Merkmale

Klein- bis mittelgroßes Fleischschaf mit wüchsigen Lämmern. Behaarte Körperteile dunkelbraun bis schwarz. Weiße, kurze Crossbred-Wolle (26 – 30 m), Schaupe. Die Wolle bedeckt die Backen und geht bis zum Nasenrücken. Ohren seitlich abstehend, schwarz. Kurzer, kräftiger Hals. Langer, tiefer Rumpf. Kurze, stämmige Beine. Saisonaler Brunstzyklus mit langer Brunstsaison, recht frühreif. Ausgeprägte Mütterlichkeit mit guter Milchleistung. Hornlos. Geringe Neigung, Fichten- und Tannenschösslinge anzufressen, daher Fleischschafrasse, die vorwiegend in Weihnachtsbaumkulturen eingesetzt wird, um diese unkrautfrei zu halten.

Zuchtziel

Züchtung eines klein- bis mittelrahmigen Fleischschafes mit tiefer, vorgeschobener Brust, einem langen , tiefen Rumpf und breitem, gut bemuskeltem Rücken und ausgeprägten Innen- und Außenkeulen. Es wird ein einheitlich weißes, dichtes Wollvlies mit einer Feinheit von 26 bis 30 m angestrebt. Anpassungsfähig bei guter Konstitution.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 200 – 300 g, die Schlachtausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von 38 kg ca. 45 – 47 %.

Suffolk

Rassetypische Merkmale

Mittelgroßes bis großes Fleischschaf, Kopf bis hinter die Ohren und Extremitäten unbewollt und tiefschwarz. Nasenrücken leicht gewölbt. Ohren lang, dünn und etwas hängend. Hornlos. Weit nach vorn geschobene breite Brust. Weiße Crossbred-Wolle (30 – 34 m). Saisonaler Brunstzyklus mit langer Brunstsaison. Erstzulassung im 1. Lebensjahr bei mindestens 55 kg Lebendgewicht möglich. Sowohl für Hütehaltung als auch für die Koppelhaltung auf Grünlandstandorten mittlerer bis hoher Ertragsfähigkeit geeignet.

Zuchtziel

Mittelgroßes bis großes, sehr wüchsiges Fleischschaf mit tiefschwarzem, unbewolltem, keilförmigem edlem Kopf. Langer und breiter Rumpf mit ausgeprägten Fleischformen an Brust, Rücken und Keule. Tiefe Brust, gute Flankentiefe sowie langes Becken. Die Beine sind tiefschwarz und unbewollt. Die Wolle ist bei ausgeglichenem Sortiment und geschlossenem Stapel einheitlich weiß bei einer durchschnittlichen Feinheit von 30 – 34 m. Einzelne schwarze Haare in der Wolle werden toleriert.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 400 – 500 g, die Schlacht-Ausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von ca. 42 kg 48 bis 50 %.

Texel

Rassetypische Merkmale

Mittelgroßes bis großes Fleischschaf, Kopf und Extremitäten unbewollt. Bewollte und unbewollte Körperteile weiß, mit Ausnahme von vereinzelt auftretenden Pigmentflecken an den Ohren. Schleimhäute der Augen, der Nase und der Lippen pigmentiert. Kräftige, mittellange Stehohren. Starke Bemuskelung des gesamten Körpers. Weiße Crossbred-Wolle (33 – 35 m). Streng saisonaler Brunstzyklus. Erstzulassung im Alter von 7 – 9 Monaten bei einem Körpergewicht von über 50 kg möglich. Besonders für die Koppelschafhaltung auf Grünlandstandorten hoher Ertragsfähigkeit geeignet.

Zuchtziel

Widerstandsfähiges, mittelgroßes bis großes Fleischschaf mit weißem, möglichst schmalem,  unbewolltem Kopf und flacher Stirn. Kurzer, stark bemuskelter Hals. Der Rumpf zeigt einen langen, breiten Rücken mit breiter Nierenpartie, guter Rippenwölbung, breiter, tiefer Brust und guter Flankentiefe sowie ein langes, breites Becken. Außen und Innenkeulen sind voll bemuskelt. Beste Schlachtkörperqualität. Trockenes, starkknochiges Fundament. Weiße Wolle mit einer Feinheit von 33 – 35 m in ausgeglichenem, geschlossenem Stapel. Gute Bauch-Bewollung. Sehr frühreif. Möglichst geringer Anteil Schwergeburten. Schwarze Haare in der Wolle sowie schwarze Flecken an den Extremitäten sind nicht zugelassen.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 380 – 450 g, die Schlachtausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von 42 kg ca. 48 – 52 %.

Weißköpfiges Fleischschaf

Rassetypische Merkmale

Mittelgroßes einheitlich weißes Fleischschaf mit freiem Gesicht. Ein Wollschopf ist erwünscht, aber nicht zwingend. Der kurze Hals sitzt breit und kräftig an der Brust und Schulter. Die Ohren sind derb und mittelgroß, etwas nach unten stehend, jedoch nicht hängend. Hornlos. Wollbesatz der Extremitäten bis an das Vorderfußwurzelgelenk und an das Sprunggelenk herunter reichend. Ein freies Röhrenbein ist erwünscht. Weiße, etwas gröbere Crossbred-Wolle (36 – 38 m). Saisonaler Brunstzyklus mit langer Brunstsaison. Erstzulassung im Alter von 7 – 8 Monaten möglich (ab 50 kg Lebendmasse). Für Koppel- und Hütehaltung auf ertragreichen Grünlandstandorten bei feuchtem, maritimen Klima besonders geeignet.

Zuchtziel

Mittelgroßes bis großes, widerstandsfähiges, frohwüchsiges Fleischschaf mit guter Ausprägung der Fleischtragenden Körperpartien. Der Rumpf soll tief, tonnig in der Rippe und Flanke sein, mit stark nach vorn gewölbter Brust, der Rücken lang und breit, dabei mit fester Nierenpartie und anschließendem kräftigen geradem Becken. Hohes Maß an Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klima- und Bodenverhältnisse. Die Muttertiere sind sehr frühreif und fruchtbar. Das gesamte Wollvlies ist rein weiß, die Wolle ist bei einer mittleren Feinheit von 36 – 38 m relativ grob, sie soll aber lang im Wuchs und dicht im Stapel sein. Eine dunkle Pigmentierung der Nasenschleimhäute und der Klauen ist erwünscht.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 350 – 400 g, die Schlachtausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von 42 kg 48 – 52 %.