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Milchschafrassen2018-06-12T12:55:00+00:00

Ostfriesisches Milchschaf

Rassetypische Merkmale

Großrahmiges Schaf mit länglichem, leicht ramsnasigem und hornlosem Kopf mit edlem Ausdruck. Der Kopf ist mit feinen Stichelhaaren bedeckt. Die langen, dünnen Ohren sind nach vorn gerichtet, die Augen groß mit stark entwickelten Tränendrüsen. Der Rumpf ist lang und tief. Dünner, langer und unbewollter Schwanz. Das geräumige Euter ist fest aufgehängt und breit angesetzt. Lang und abgewachsene Crossbred-Wolle mit einer Feinheit von 32 – 38 µ. Die Farbe der Wolle, des Kopfes und der Gliedmaßen reicht von einheitlich weiß (W) über einheitlich schwarzbraun (S) bis hin zu gescheckt (G) und ist – soweit bekannt – in der Zuchtbescheinigung beim Tier und allen abgebildeten Vorfahren zu vermerken. Saisonaler Brunstzyklus.

Zuchtziel

Ein großrahmiges, widerstandsfähiges und anpassungsfähiges Schaf mit geschlossenem, langem und tiefem Rumpf, das bei entsprechender Fütterung eine hohe Leistungsbereitschaft zeigt. Ausgeprägte Rippenwölbung, feste Rippenpartie. Der Rücken ist lang, fest und gerade, die Kruppe leicht abschüssig und nicht zu kurz. Kleine helle Einschlüsse (Flamme oder Spiegel) in den Augen sind unerwünscht, keine Zuchtverwendung bei Fischaugen. Das Schaf soll gut bemuskelt und die Gliedmaßen eine korrekte Stellung und straffe Fesseln aufweisen. Fehlerfreier Gang. Korrektes Gebiss. Die Wolle soll lang und abgewachsen sein in dichtem, geschlossenem Stapel bei ausgeglichenem Sortiment. Frei von Wollfehlern. Pigmentflecken sind bei Zuchttieren des weißen Farbschlags unerwünscht, bei einem Durchmesser von mehr als 2 cm sollte von einer Zuchtverwendung abgesehen werden. Altersflecken sind ohne Bedeutung. Entsprechendes gilt für Zuchttiere des schwarzbraunen Farbschlags, hier sollte bei Tieren mit weißen Flecken auf eine weitere Zuchtverwendung innerhalb dieses Farbschlags verzichtet werden.

Die Muttertiere sind frühreif, fruchtbar und leicht lammend.

Das Milchschafeuter soll zum Säugen der Lämmer und zum Hand- und Maschinenmelken geeignet sein. Das Euter soll vorne und hinten fest aufgehängt sein. Dabei ist die Aufhängung breit und lang. Das Zentralband soll hinten möglichst hoch angewachsen sein und vorne möglichst weit am Bauch auslaufen. Dabei soll sich ein gut ausgebildetes Vor- und auch Hintereuter ergeben. Das Zentralband teilt das Euter in zwei symmetrische Hälften ohne zu stark einzuschneiden. Das Euter ist drüsig. Eine Bewollung darf  auf keinen Fall das Melken behindern oder die Melkhygiene beeinflussen. Der Euterboden liegt nicht tiefer als drei Finger breit über dem Sprunggelenk. Die Striche des Euters müssen den Anforderungen der Lämmeraufzucht und des Melkens genügen. Sie sollen in Form, Ansatz und Stellung symmetrisch zueinander sein. Die Striche sind am Euterboden angesetzt, sie sind zylindrisch bis konisch geformt und nach vorne abgerundet. Die Strichöffnung liegt zentral auf der Zitzenkuppe. Die Striche zeigen leicht nach vorne-außen.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 300 – 400 g, die Milchleistung beträgt ca. 400 bis 600 kg Milch (150-Tageleistung) bei etwa 5 – 6 % Fett und 4 – 5 % Eiweiß