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Landschafrassen2018-07-10T11:40:43+00:00

Braunes Bergschaf

Rassetypische Merkmale

Das Braune Bergschaf ist ein mittelgroßes bis großes, ganzfarbig braunes Landschaf der Alpenregion. Der schmale Kopf ist ramsnasig, hornlos und trägt breite, hängende Ohren.

Das Vlies besteht aus einer cognacfarbenen bis sattbraunen Schlichtwolle in einer Feinheit von 32 bis 36 Mikron. Zweimal jährlich Schur. Das Brunstverhalten ist ausgeprägt asaisonal. Erstzulassung ist mit 8 Monaten möglich.

Zuchtziel

Züchtung eines an raue Hochgebirgsbedingungen anpassungsfähigen, frühreifen Schafes mit hoher Fruchtbarkeit, Langlebigkeit und besten Muttereigenschaften.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 250 – 300 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 42 kg.

Brillenschaf

Rassetypische Merkmale

Das Brillenschaf hat seinen Ursprung in Kärnten und entstand aus der Einkreuzung von Paduaner- und Bergamaskerschafen in die bodenständigen Kärntner Landschafe. Der lange, schmale, unbewollte Kopf ist hornlos, ramsnasig und trägt breite, hängende Ohren. Die typische Pigmentierung (Brille) soll das Auge gleichmäßig umgeben und kann zur Nase hin verschoben auftreten. Die unteren ein bis zwei Drittel der Ohren sind schwarz pigmentiert. An der Unterlippe und am Kinn sind geschlossene Pigmentflecken ebenfalls möglich.

Das großrahmige Schaf hat ein weißes, schlichtwolliges Vlies mit einer Faserstärke von 32 bis 38 Mikron.

Die Brunst ist asaisonal und eine Erstzulassung ist im Alter von 8 bis 10 Monaten möglich.

Zuchtziel

Züchtung eines anpassungsfähigen, anspruchslosen Schafes für die Gebirgsregion, daß sich besonders durch Frühreife, Langlebigkeit und Anpassung für niederschlagsreiche Gebiete eignet.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 230 – 280 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 40-42 kg.

Coburger Fuchsschaf

Rassetypische Merkmale

Das Coburger Fuchsschaf ist eine alte Landschafrasse, die ursprünglich in vielen Mittelgebirgsregionen beheimatet war, z. B. Eifeler und Hunsrücker Rotköpfe, Westerwälder, Eisfelder und Oberpfälzer Füchse, Coburger Fuchsschafe. Als Coburger Fuchsschaf wurden diese Fuchsschaftypen 1966 von der DLG als Rasse anerkannt.

Das Coburger Fuchsschaf ist ein mittelgroßes, edles Schaf, mit hornlosem, schmalem Kopf, der bis hinter die Ohren unbewollt ist, von goldgelber bis rotbrauner Farbe. Eine leichte Ramsnase ist möglich.

Die Beine sind feinknochig, unbewollt und von gleicher Farbe wie der Kopf; trockenes Fundament und feste Fesseln. Das Schaf hat eine überwiegend langabwachsende Schlichtwolle, die im CD-Bereich (33 – 36 Mikron) liegt.

Das Vlies der Lämmer ist rotbraun und hellt mit zunehmendem Alter auf. Das Vlies der erwachsenen Tiere hat einen deutlichen Glanz, der Farbton erstreckt sich vom hellen Grundton bis zum dunklen Goldton („Goldenes Vlies“). Die farbigen Haare liegen in rotbraunen Tönen vor, sie sollen gleichmäßig und nicht zu zahlreich im Vlies verteilt sein. Böcke können eine Mähne und Tiere beiderlei Geschlechts einen Aalstrich aufweisen.

Die Coburger Fuchsschafe verfügen über eine lange Brunstsaison. Erstzulassung von 12 bis 18 Monaten, zum Teil auch früher.

Zuchtziel

Züchtung eines widerstandsfähigen, genügsamen, pferchfähigen Landschafes mit besonderer Eignung zur Koppel- und Hütehaltung in rauen Mittelgebirgslagen. Erhaltung regionaler Rasseschläge mit ihren typischen Wollen.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 250 – 300 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 38-40 kg.

Gotländisches Pelzschaf

Rassetypische Merkmale

Das Gotländische Pelzschaf gehört zur Gruppe der mischwolligen, nordeuropäischen Kurzschwanzschafe. Sein Ursprungsgebiet ist Schweden.

Den hornlosen, mit schwarzem Stichelhaar besetzten Kopf kennzeichnet eine lange, schmale, leicht geramste Nase. Häufig hat er weiße Marken. Die langen Beine sind mit schwarzem Stichelhaar besetzt, weiße Marken sind selten, die Klauen sind pigmentiert.

Das schlichtwollige Vlies ist langabwachsend und korkenzieherartig gelockt. Die Wolle hat einen besonderen Glanz. Die Lamm- und Jährlingsfelle werden zur Pelzverarbeitung genutzt. Eine besondere Spezialität ist eine hervorragende Filzbarkeit der Wolle.

Altböcke haben leichte Mähnenbildung. Die Lämmer werden mit schwarzem Vlies geboren. Durch nachwachsende, weiße Fasern wird das Vlies bis zum 2. Lebensmonat hellsilbergrau, einige Lämmer bleiben jedoch schwarz.

Die Brunst ist saisonal von Oktober bis Mitte März. Die weiblichen Tiere werden mit 6 – 8 Monaten geschlechtsreif.

Zuchtziel

Züchtung eines mittelgroßen, fruchtbaren, und langlebigen Landschafes, mit viel Glanz in der Wolle, gleichmäßiger Lockung über den ganzen Körper, sowie einheitlicher Färbung der Wolle bei Lämmern im Alter von 5 – 6 Monaten.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 230 – 280 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 35-40 kg.

Gotlandschaf

Rassetypische Merkmale

Das Gotlandschaf gehört zu der Gruppe der mischwolligen, nordeuropäischen Kurzschwanzschafe. Die ursprüngliche schwedische Landschafrasse hat durch zahlreiche Einkreuzungen in dem kleinen Restbestand eine große Variationsbreite der äußeren Merkmale erhalten.

Der unbewollte Kopf ist bei beiden Geschlechtern lang, schmal und keilförmig. Die Augenbögen treten markant hervor, weiß bis schwarze Stichelhaare, zum Teil mit Sterne und Blesse bedecken den Kopf. Von Dezember bis Mai sind die Augen normalerweise hell umrandet und die Tiere haben ein sogenanntes Mehlmaul.

Beide Geschlechter sind in der Regel behornt, die Böcke tragen nach vorne gedrehte, schwere Schnecken. Weibliche Tiere tragen kurze, nach hinten auswärts gebogene Sichelhörner oder mittellange Hornstummel. Hornlosigkeit ist selten.

Die langen, dünnen, hinten eng stehenden Beine sind oft von rehfarbenem Stichelhaar besetzt. Das mischwollige Vlies hat verschiedene Farben. Der natürliche Haarwechsel ist im Juli. Die Brunst ist saisonal, die erste Zulassung ist mit 12 Monaten möglich, z. T. früher.

Zuchtziel

Erhaltung der Robustheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit dieser Landschafrasse.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 230 – 280 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 35-40 kg.

Graue Gehörnte Heidschnucke

Rassetypische Merkmale

Die Graue Gehörnte Heidschnucke gehört zur Gruppe der kurzschwänzigen, nordischen Heideschafe und ist ein mischwolliges Landschaf, das sich den besonderen Verhältnissen der Heidelandschaft sehr gut angepaßt hat. Es hat sich ursprünglich überwiegend von Heidekraut und Birkenaufwuchs ernährt, kann aber auch auf nicht zu intensiven Grünlandflächen gehalten werden. Hüte- und Koppelhaltung sind möglich. Der längliche Kopf der Mutterschafe trägt nach hinten gebogene Hörner, der der Böcke schneckenartige Hörner. Die Hörner sollen bei beiden Geschlechtern ausreichend weit gestellt sein, um bei Böcken ein Einwachsen der Hornschnecken zu vermeiden. Die kleinen Ohren stehen schräg aufwärts. Der Rumpf ist tief und geschlossen, die Rippe gut gewölbt, das Fundament korrekt gestellt, fein und trocken, die Klaue hart. Die Wolle hat DE bis E/EE-Feinheit (38 bis 39 Mikron). Das mischwollige Vlies wird gleichmäßig ausgebildet und nicht zu hell gefärbt verlangt. Als Ideal wird ein silbergraues Vlies mit schwarzem Brustlatz angesehen, Hals- und Nackenpartie sollten bis zum Widerrist ebenfalls schwarz gefärbt sein. Kopf, Beine und Schwanzbereich sollen unbewollt und schwarz behaart sein. Graues Stichelhaar ist unerwünscht. Das äußere Vlies besteht aus grobem Oberhaar, das innere Vlies aus feinerem, weichem Unterhaar. Die Lämmer werden mit schwarzer, gelockter Wolle geboren. Das Haar beginnt sich im Laufe des 1. Lebensjahrs zu verfärben und erst nach der 1. Schur stellt sich die rassetypische graue Farbe ein. Die Brunst ist saisonal, die Zulassung erfolgt im Alter von 10 bis 18 Monaten, je nach Fütterungs- und Haltungsbedingungen.

Zuchtziel

Züchtung eines bodenständigen, anspruchslosen, widerstandsfähigen und zur Landschafts-pflege auf trockenen, leichten Standorten besonders geeigneten Landschafes, welches über einen ausreichend großen Rahmen mit entsprechend guter Bemuskelung verfügt. Korrektes Fundament und harte Klauen sind hierfür eine zwingende Voraussetzung. Das Schaf ist genetisch zu Mehrlingsgeburten befähigt und in der Lage mehrere Lämmer aufzuziehen. Der Schlachtkörper soll an den wertvollen Teilstücken möglichst gut ausgebildet sein und ein wildbretartiges, fettarmes Fleisch liefern.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 180 – 230 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 30-38 kg.

Jakobschaf

Rassetypische Merkmale

Das Jakobschaf ist ursprünglich in Großbritannien beheimatet, wo es neben der Landschaftspflege zur Wollgewinnung eingesetzt wird. Es handelt sich um ein mittelgroßes, mischwolliges, langschwänziges, robustes Schaf, welches symmetrisch angeordnet zwei, vier oder sechs Hörner trägt. Die Farbe der Hörner ist schwarz oder schwarz-weiß gestreift, zwischen den Hornbasen soll Haut sein, bei Vierhörnern soll das obere Paar von der Oberseite des Kopfes nach oben wachsen, das untere Platz zwischen Horn und Kiefer lassen. Die Hörner dürfen das Tier weder verletzen noch beeinträchtigen. Der Kopf ist bis zum Hornansatz wollfrei, in der charakteristischen Farbe braunweiß bis schwarzweiß.

Rassetypisch ist ein Gesicht mit rein weißer Blesse und gleichmäßig schwarzen Backen und möglichst dunkler Nase. Die Ohren sind klein, aufrecht und leicht oberhalb der Horizontalen. Die klaren, großen Augen sind ohne Spaltung der oberen Augenlider. Die Beine sind unterhalb des Sprunggelenks unbewollt und weiß mit oder ohne dunkle Flecken gezeichnet. Die braunweiße oder schwarzweiße Wolle ist sehr gut spinnfähig. Das Vlies besteht aus feiner bis mittlerer Qualität (CD-Wolle) mit wenig Grannenhaaren. Das Vlies ist von offener Beschaffenheit und seidig glänzend. Die Länge des Vliesstapels ist 7-18 cm.

Zuchtziel

Züchtung eines mittelrahmigen Landschafes mit rassetypischer Ausbildung des Kopfes, der Hörner und der Färbung des Wollvlieses. Übermäßige Melierung der Wolle und deutlich sichtbare Spalten im Oberlid sind unerwünscht. Für Schauen gilt ein erweiterter Rassenstandard.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 150 – 200 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 35 bis 40 kg.

Kamerunschaf

Rassetypische Merkmale

Das Kamerunschaf stammt aus Westafrika. Es ist ein kleines, kurzschwänziges Haarschaf.

Der Kopf ist länglich mit kleinen Ohren, die Mutterschafe sind hornlos. Das Sichelhorn der Böcke gilt ebenso als Geschlechtsmerkmal wie eine Mähne an Hals und Brust. Das Haarkleid ist dicht und eng anliegend und wird im Winter durch eine dichte Unterwolle, welche im Frühjahr wieder abgestoßen wird, ergänzt. Die rassetypischen Fellfarben sind braunmarkenfarbig, Bauch, Kopf und Beine sind mit schwarzer Zeichnung. Es gibt aber auch schwarzmarkenfarbige und rein schwarze Tiere. Die Brunst ist asaisonal, zwei Lammungen in einem Jahr sind möglich und die erste Zulassung kann im Alter von 7 Monaten erfolgen.

Zuchtziel

Züchtung eines anspruchslosen, widerstandsfähigen Landschafes mit Haarkleid. Die Fellfärbung muss mit verzeichnet sein.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 120 – 150 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 30 bis 34 kg.

Leineschaf

Rassetypische Merkmale

Haltungseinflüsse und guter Eignung für die Hüte- und Koppelhaltung. Die ursprüngliche Heimat ist Südniedersachsen, längs der Leine und das Eichsfeld.

Der Kopf des weiblichen Schafes ist lang und schmal, der des Bockes kürzer und gröber. Beide Geschlechter sind hornlos. Es ist für ein Landschaf gut bemuskelt.

Das Vlies besteht aus einer weißen, langabwachsenden, dicht gestapelten Wolle mit 28 bis 36 Mikron. Kopf bis hinter die Ohren und Beine sind unbewollt. Pigmente sind unerwünscht.

Das Leineschaf verfügt über eine lange Brunstsaison.

Zuchtziel

Züchtung eines genügsamen, widerstandsfähigen Schafes. Eine ausreichende Bauchbewollung ist erwünscht. Körperfalten sind unerwünscht. Angestrebt wird ein langer Rumpf mit breitem Rücken und Becken, der von einem trockenen Fundament auf harten Klauen getragen wird. Neben einer guten Bemuskelung an Rücken und Keulen wird besonderer Wert auf Anpassungsfähigkeit, Härte und Marschfähigkeit gelegt. Die Erstzulassung ist ab einem Alter von ca. 8 Monaten möglich. Gute
Muttereigenschaften, eine hohe Fruchtbarkeit und Milchleistung sowie Leichtlammigkeit, sind weitere Zuchtzielkriterien.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 250 – 400 g.

Ouessantschaf

Rassetypische Merkmale

Das Ouessantschaf (bretonisches Zwergschaf) ist die kleinste Schafrasse Europas Die maximale Widerristhöhe beträgt bei ausgewachsenen dreijährigen Böcken 49 cm, bei weiblichen Tieren gleichen Alters 46 cm.

Das Schaf ist klein und hat – von oben gesehen – einen rechteckigen Körperbau. Der Kopf ist fein und regelmäßig und nur bei den Böcken leicht geramst. Die Mutterschafe sind hornlos (selten kommen knochenlose Hornansätze vor), während die Böcke ein ausgeprägtes Gehörn tragen. Die Gliedmaßen sind fein. Der Schwanz ist kurz und endet über dem Sprunggelenk. Das Ouessantschaf hat ein mischwolliges Vlies, mit dichter Unterwolle, Krawattenbildung bei den Böcken. Es gibt schwarze, graue, weiße, braune sowie schimmelfarbige Tiere. Die Brunstsaison ist kurz (meistens Oktober bis Anfang Januar). Eine Erstzulassung ist mit 7 bis 8 Monaten möglich.

Zuchtziel

Versorgungsansprüchen. Die Farbe des Vlieses muss einheitlich sein, hierbei gelten folgende Ausnahmen: kleiner weißer Stirnfleck; rötlicher Anflug bei weißen Tieren; dunkle Wollfasern können durch Sonnenlicht ausbleichen und oder im Alter ergrauen, schimmel (agouti grau) sind farbmeliert.
Die Hörner der Böcke sollen einen ausreichenden Abstand zum Kopf haben. Mehrlingsgeburten werden nicht angestrebt. Für Schauen gilt ein erweiterter Rassestandard.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 50 – 100 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 10 bis 13 kg.

Rauhwolliges Pommersches Landschaf

Rassetypische Merkmale

Das Rauhwollige Pommersche Landschaf ist ein mittelgroßes Schaf, das aus den Küstengebieten der Ostsee stammt.

Dieses Schaf hat einen hornlosen, mit schwarzen Stichelhaaren besetzten, mittelgroßen Kopf. Die Zunge ist blau, ein Stirnschopf kann vorhanden sein. Ein Mehlmaul ist zulässig. Die Beine sind mit schwarzem Stichelhaar besetzt und unbewollt.

Das Vlies aus langabgewachsener Mischwolle variiert von stahlblau bis grau. Ein brauner Anflug ist möglich. Bei den Böcken ist eine bis zur Schulter reichende Mähne aus schwarzem Langhaar erwünscht. Beide Geschlechter können einen Aalstrich aufweisen.

Die Lämmer werden mit einem schwarzen, leicht gekräuselten Vlies geboren.

Die Schafe haben eine lange Brunstsaison, die Zulassung erfolgt in einem Alter von 11 bis 15 Monaten.

Zuchtziel

Züchtung eines mittelgroßen, widerstandsfähigen Schafes für die Landschaftspflege.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 180 – 230 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 35 kg.

Skudde

Rassetypische Merkmale

Das Shetland Schaf ist eine kleine, alte nordische Landrasse mit feinen Gliedmaßen, kurzem keilför­migen Schwanz, unbewolltem Kopf und kleinen Ohren. Böcke haben spiralförmige Hörner, während die weiblichen Tiere hornlos, mit abstoßbaren Stummelhörnern oder gehörnt sein können. Der kurze, bis max. 15 cm lange und keilförmige Schwanz hat eine unbewollte Spitze. Das feine Wollvlies  (20 bis 25 Mikron, 50 bis 120 cm Stapellänge) weist mit ursprünglich 11 Farben und 30 verschiedenen Farbmarkierungen eine sehr große Farbvielfalt auf. Die langjährige Bevorzu­gung der weißen Vliesausprägung hat allerdings dazu geführt, dass einige Farbgene sehr selten gewor­den sind.

Shetlandschafe sind sehr witterungsrobust, haben gute Muttereigenschaften und eignen sich auch für die Kreuzung mit frühreifen Fleischschafrassen.

Zuchtziel

Allgemeines Zuchtziel ist die Erhaltung der typischen Rasseeigenschaften bei gleichzeitiger Beibe­haltung der genetischen Vielfalt, wobei eine Verbesserung der Rasse entsprechend der Selektionskrite­rien angestrebt wird.

Erhaltung der Witterungsrobustheit, Fruchtbarkeit und Muttereigenschaften, der extrafeinen Wolle (bis 25 Mikron) und der Farbvielfalt (weiß, schwarz oder braun, fuchsfarben, grau) sowie der feinen und korrekten Gliedmaßen. Unerwünschte Merkmale sind: ein langer, bewollter Schwanz, grobe und of­fene Vliese, weiße Wollfasern in fuchsfarbenem und schwarzem Vlies, schwarze Wollfasern in weißem Vlies.

Leistungsdaten

Das rassetypische Geburtsgewicht beträgt 3,0 kg bei Einlingen und 2,0 kg bei Mehrlingen.
Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 100 – 150 g. Das handelsübliche Mastendgewicht beträgt 25 bis 28 kg.

Skudde

Rassetypische Merkmale

Die Skudde ist eine ursprüngliche mischwollige Landschafrasse, die zur Gruppe der kurzschwänzigen, nordischen Heideschafe zählt. Ihren Ursprung hat diese Rasse in Ostpreußen und im Baltikum.

Es handelt sich um das kleinste deutsche Schaf mit keilförmigem Kopf, der mit Stichelhaaren besetzt ist. Die Böcke tragen ein schneckenförmiges Gehörn mit ausreichendem Abstand zum Kiefer, dessen Spitzen wenig nach außen gestellt sein sollte, während die weiblichen Tiere hornlos, mit abstoßbaren Stummelhörnern oder gehörnt sein können. Böcke besitzen eine Mähne. Kleine schwarze Pigmentflecken sowie fuchsiger Anflug an den Beinen und am Kopf sind rassetypisch.

Der kurze, dreieckige Schwanz sollte deutlich über dem Sprunggelenk enden und ist mit Borsthaaren besetzt. Das Vlies besteht aus einer Mischwolle, die Vliesfarbe ist weiß, schwarz, braun oder grau. Mehrfarbige, scheckige Vliese sind unerwünscht.

Die Brunst ist bedingt asaisonal. Die Erstzulassung kann in einem Alter von 8 Monaten erfolgen.

Zuchtziel

Die Züchtung eines robusten, kleinrahmigen Schafes mit besonderer Eignung zur Landschaftspflege auf mageren Standorten. Erwünscht ist eine Verbesserung der Bauchbewollung.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 100 – 150 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 20-28 kg.

Walachenschaf

Rassetypische Merkmale

Das Walachenschaf ist ein mittelgroßes Schaf aus der Gruppe der Zackelschafe. Mit dem Volksstamm der Walachen (südliches Rumänien) wanderte es vor rund 300 Jahren in die mährischen Beskiden (Tschechien) ein und wurde hier als genügsames Milchschaf gehalten. Die Rasse überdauerte in isolierter Zucht, bis in den frühen 80er Jahren leistungsfähigere Rassen eingekreuzt wurden. Eine kleine Restpopulation konnte erhalten werden und bildet den Stamm der heutigen Population in Tschechien (mährische Walachei) und Deutschland. Auf nur 8 (2,6) Tieren des ursprünglichen Typs ist die deutsche Population begründet.

Es ist ein feingliedriges, mittelgroßes, Schaf. Der leicht geramste Kopf der Böcke ist immer behornt; das ausgeprägte, spiralig gedrehte, seitlich abstehende Horn ist bis 50 cm lang und ein markantes Kennzeichen der Walachenschafe. Weibliche Tiere zeigen eine gerade Profillinie des Kopfes, sie sind nicht immer behornt und das Horn ist wesentlich feiner und weniger gewunden. Häufig tragen die Hörner einen schwarzen Längsstreifen. Das mischwollige, grobe Vlies ist weiß, früher waren auch graue und braune Tiere bekannt. Unbewollte Körperteile sind häufig mit unregelmäßigen, nur teilweise scharf abgegrenzten Pigmentflecken getupft, bis hin zu Brillenbildung (vor allem Tiere aus tschechischer Population). Die Stirn ist bewollt, die Ohren kurz und waagrecht stehend.

Die Brunst ist überwiegend saisonal, die Erstzulassung erfolgt meist erst ab 18 Monaten. Gute Muttereigenschaften, leichte Lammungen und eine gute Milchleistung versprechen eine zufriedenstellende Lämmeraufzucht. Das temperamentvolle Schaf wird bei intensiver Betreuung zahm, ist ansonsten scheu und wachsam.

Zuchtziel

Züchtung eines genügsamen, widerstandsfähigen und zur Landschaftspflege besonders geeigneten, attraktiven Landschafes.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich 150 – 200 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 30 bis 35 kg.

Walliser Schwarznasenschaf

Rassetypische Merkmale

Das Walliser Schwarznasenschaf stammt aus den Oberwallis und geht im Wesentlichen auf das schwarznasige Vispertalerschaf zurück. Es ist ein robustes, mittelgroßes bis großrahmiges und tiefgebautes Schaf mit gutem Wuchs. Typisch ist die schwarze Farbzeichnung. Der Kopf ist an der Nase bis zur Mitte und nicht unterbunden bis zu den Augen schwarz umrandet. Die Ohren sind bis an den Kopf schwarz. Die Beine sind kurz schwarz gestiefelt mit schwarzen Flecken an den Sprunggelenkhöckern und den Karpalgelenken. Folgende Fehler sind bei männlichen Tieren ein Ausschlussgrund: 1. Das Fehlen von einem Farbenmerkmal – 2. Schwarze Flecken im Vlies – 3. Schwanzflecken. Bei weiblichen Tieren werden fehlende Flecken geduldet und ein nicht allzu großer, unterteilter Schwanzfleck ist erwünscht.

Der Kopf wird charakterisiert durch die Ramsnase, das breite Maul, die mittellangen und getragenen Ohren sowie die Hörner. Beide Geschlechter tragen große weiße und schrauben- bzw. spiralförmige Hörner, die von den Backen gut abgesetzt sind und waagrecht abwachsen. Vereinzelte schwarze Streifen werden geduldet.

Die mit Grannenhaaren durchsetzte Wolle ist grob, lang und gelockt im D-E Charakter. Der ganze Körper ist gleichmäßig bewollt, das Vlies ist ausgeglichen und einheitlich weiß, mit Ausnahme der gewünschten schwarzen Flecken. Die Stapellänge beträgt nach 180 Tagen 7 bis 8 cm.

Zuchtziel

Es ist anpassungsfähig an die rauhe Haltung im Hochgebirge, robust, genügsam und wetterhart. Der Brunstzyklus der Schwarznasen ist asaisonal. Die Mutterschafe können zweimal im Jahr lammen.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 250-300 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 40-42 kg.

Weiße Hornlose Heidschnucke (Moorschnucke)

Rassetypische Merkmale

Die Weiße Hornlose Heidschnucke gehört zur Gruppe der kurzschwänzigen, nordischen Heideschafe. Es ist ein kleinwüchsiges mischwolliges Landschaf, das von den besonderen Verhältnissen der feuchten Moor-Heidelandschaft geprägt wurde. Es kann sich von Heidekraut und Moorgräsern und -kräutern sowie Birkenaufwuchs ernähren.

Beide Geschlechter sind ungehörnt. Kleiner, länglicher Kopf mit kleinen, schräg aufwärtsstehenden Ohren. Sehr feiner Knochenbau, feste Klauen. Die Farbe ist weiß und ohne Abzeichen. Der Kopf ist unbewollt, kann aber auch einen kleinen Wollschopf (Schaupe) tragen. Sehr gute Muttereigenschaften und leichte Lammungen sind rassetypisch.

Das mischwollige Vlies soll rein weiß und gleichmäßig ausgebildet sein. Das äußere Vlies besteht aus grobem Oberhaar, das innere aus feinem, weichem Unterhaar. Das Vlies soll möglichst dicht und langgewellt den Körper bedecken, ein rundlockiges Vlies ist unerwünscht. Es ist auf eine ausreichende Bauchbewollung zu achten. Beine und der kurze Schwanz sollen weiß und unbewollt sein. Kleine Pigmentflecken an Kopf und Beinen sind zulässig.

Zuchtziel

Anspruchslos, widerstandsfähig, marschfähig, besonders zur Landschaftspflege in Feucht-gebieten und Mooren geeignet. Durch korrektes Fundament und feste Klauen wird eine gute Marschfähigkeit erreicht. Erstzulassung ab sechs Monaten möglich, je nach Entwicklungszustand. Saisonaler Brunstzyklus.

Leistungsdaten

Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 180 – 230 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 30-34 kg.